
Wohnen in Shanghai ist für die meisten Menschen kein Vergnügen. Besonders im Zentrum, in dem der Wohnraum seit Jahrzehnten kaum saniert worden ist, sind die Wohnverhältnisse beengt. Die Wohnfläche beträgt sechs Quadratmeter pro Person. Zwar werden Küche und Bad in der Statistik nicht als Wohnraum gerechnet, doch ist dies oft nur Ausdruck der Tatsache, dass die Wohnungen nicht über eigene sanitäre Anlagen verfügen. So sind in Shanghais Innenstadt ein Drittel der Haushalte ohne eigene Toilette, vier Fünftel ohne eigenes Bad, ein Viertel ohne eigene Küche, ein Fünftel ohne fließendes Wasser.
In Shanghai wohnt man so dicht aufeinander, dass auf jeden Bewohner im Stadtzentrum eine Stadtfläche von nur 39 m2 kommt. Mit nur 0,442 m2 Grünfläche pro Bewohner ist wenig Erholung im Stadtbereich möglich, und der soziale Streß durch das enge Aufeinanderhocken hat vielfach Auswirkungen auf die Gesundheit. [aus: U. Herith, Migration und Mobilität in Ostchina. Hamburg 1991, S. 59]
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Zwei Beispiele für das enge Zusammentreffen der Funktionen Wohnen, Arbeit und Handel in der Altstadt Shanghais | |
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neben dem alten Stadtviertel ragen bereits die Hochhäuser in den Himmel |
Abriß der alten Viertel im Stadtzentrum Shanghais |
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Die Nanjing Road ist als Hauptgeschäftsstrasse das Zentrum des modernen Shanghai |
vereinzelt trifft man inmitten der dichten Bebauung auch noch auf Flächen mit Gemüseanbau |
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| Panoramamodell Shanghais im Stadtentwicklungsmuseum (Quelle: Hamburger Abendblatt)
Zu viele Häuser: Shanghai sinkt |
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