'Entstehung von Migrantensiedlungen ist bisher für Beijing, Shanghai, Tianjin, Guangzhou und Shenzhen festgestellt worden. Für Shanghai, die größte Metropole Chinas, wird die Anzahl der Migranten (1993) mit 2,8 Millionen angegeben. Nach Schätzungen wird allein in Shanghai mit einem Anstieg auf 6,5 Millionen Migranten bis Ende des 20. Jahrhunderts gerechnet und auf 9 Millionen für das Jahr 2020 [...]. Organisiert nach Herkunftsorten oder Berufen, bilden die Migranten hier eigene Siedlungen am Rande der Stadt oder in Vorortbezirken. Die Wohnbedingungen werden als völlig unzureichend geschildert. Auch Chen Weixing (1996) hebt die negativen Folgen der Migration hervor und nennt in diesem Zusammenhang wachsende Kriminalität, Druck auf die städtische Infrastruktur, Spannungen zwischen Migranten und Stadtbevölkerung, Umweltverschmutzung, Epidemien, (mangelnde) Geburtenplanung und potenzielle politische Instabilität. Insgesamt sieht er die Land-Stadt-Wanderungen als eine Hauptquelle sozialer Instabilität der chinesischen Gesellschaft in den neunziger Jahren an.'
![]() typische Tätigkeiten des informellen Sektors, die häufig von Wanderarbeitern ausgeübt werden, sind z.B. Haareschneiden und aus der Hand lesen |
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