Yunnan

Yunnan ist die südwestlichste Provinz Chinas; sie ist in starkem Maße geprägt durch nationale Minderheiten, von denen besonders die Bai, Hani und Yao zu nennen sind. In Yunnan leben mehr „nationale Minderheiten“ als Han-Chinesen. Die Grenzen zu Myanmar (Burma), Laos und Vietnam bieten einerseits die Möglichkeit eines regeren Austauschs von Waren, andererseits gilt die Grenzregion wegen der verwandschaftlichen Beziehungen der nichtchinesischen Ethnien über die Landesgrenzen hinweg aber auch als politisch brisant.
Yunnan ist geprägt durch eine außerordentlich große landschaftliche Vielfalt üppiger Tropenwälder, steiler Berge, fruchtbarer Täler. Wichtigster Fluß ist der Langcang Jiang (Mekong).

Zum Klima Yunnans s. Klimadiagramm Kunming.

An der Grenze von Vietnam nach Yunnan bei Lao Cai findet ein reger Warenaustausch statt, der überwiegend mit Fahrrädern bzw. Kleintraktoren abgewickelt wird. Inzwischen ist auch die Eisenbahnlinie von Hanoi nach Kunming über die Grenzbrücke wieder befahrbar. Die chinesische Grenzstadt Hekou auf der anderen Seite der Brücke ist eine Sonderwirtschaftszone.
In der Region Xishuangbanna nahe der Grenze zu Myanmar wird in kleinerem Umfang noch Kautschuk gewonnen, der zur Weiterverarbeitung in eine Gummifabrik transportiert wird.



Landleben in einem kleinen Dorf nahe dem Steinwald von Shilin


Zwei Arten des Getreidedreschens



In der abendlichen Rushhour vermischen sich städtische und bäuerliche Elemente in Kunming


Links zu Yunnan:

Lage der Provinz Yunnan

© Hans-Peter Hein


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